Kerni verwandelte sich in einen Talentschuppen

Das diesjährige Kerni-Fest stand unter dem Motto „Talente im Schuppen“.

In einem eineinhalbstündigen kunterbunten Programm präsentierten 125 Kinder eine gelungene Talentshow. Frau Benz betonte in ihrer Einführungsrede, dass die Planungen, die Choreografien und alle Ausarbeitungen in Eigenregie der Kinder entstanden seien und übergab deshalb das Mikrofon auch zügig an das erste junge Talent Laura, die im Namen aller Kerni-Kinder mit einer gehaltvollen, nahezu auswendig vorgetragenen Eröffnungsrede als Moderatorin brillierte: „Freut euch nun, wenn wir euch, ganz ohne den Leistungsdruck in der Schule, mal zeigen dürfen, welche Gaben und Talente in jedem Einzelnen von uns stecken, egal ob nach außen sichtbar, beim Ideen finden oder beim Wirken hinter den Kulissen. Jeder von uns durfte seine Stärken zeigen. Und besonders schön war es zu sehen, dass gerade auch bei Schülern, die im Unterricht nicht mit guten Schulnoten glänzen können, ganz tolle Talente zum Vorschein kamen.“ Für diese gutherzigen Worte ernteten die Kinder Sonderapplaus.

Die Viertklässlerin schilderte auch, wie gerade das entgegengebrachte Vertrauen vonseiten der Betreuerinnen und Betreuer sie und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dazu motiviert hätte, mit Kampf- und Teamgeist kreative Performances zu entwickeln und einzustudieren. Sie betonte aber auch, dass die große Hitze der letzten Wochen es ihnen nicht leicht gemacht hätte, in der stickigen Halle zu proben, sie aber ihren Eltern, Geschwistern und Lehrern zuliebe durchgehalten hätten. „Zeigt nun ihr, liebes Publikum, dass diese Gaben auch in euch stecken, wenn ihr uns trotz Hitze und stickiger Luft eure hundertprozentige Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenkt“, spornte sie die Zuschauer an.

Bis zum Schluss folgten die Zuschauer aufmerksam, begeistert und bei bester Stimmung dieser Aufforderung der Moderatorin.

Alle Attraktionen wurden von weiteren talentierten Rednerinnen und Rednern mit kurzen Erklärungen vorgestellt.

 

Die Einrad-Kids eröffneten mit ihrem Fun-Sportgerät, wie sie es nennen, beim Freestyle-Cycling das Aktivprogramm und zeigten bei verschiedenen Skills und Tricks, dass ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn unerlässlich ist. Sie ließen das Publikum an ihren sportlichen Darbietungen und ästhetisch ausdrucksstarken Küren teilhaben. Auch Einrad-Engel brausten mit einem beeindruckenden Formationstanz durch die Halle.

 

 

 

 

 

 

Mit Körperbeherrschung, Geschicklichkeit, Koordinationsvermögen und bester Fitness präsentierten die Kerni-Akrobaten ihr sportliches Talent und zeigten darüber hinaus ihre mit Kreativität, Rhythmusgefühl und Teamgeist erstellte pfiffige Choreografie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Saltolinos überzeugten neben den sportlich akrobatischen Fertigkeiten mit ihrem technischen Know-how, das für den freien Überschlag um die eigene Achse unumgänglich ist, um gefährlichen Stürzen vorzubeugen.

Lorik hatte über Nacht die Idee entwickelt, Jungs und Mädchen beim Tanzen in einem Battle gegeneinander antreten zu lassen und wartete mit einem ausgeklügelten, kreativen Konzept auf. Unter seiner Regie erarbeitete das die rhythmischen Strukturen beherrschende Ensemble eine tänzerische Gesamtproduktion, die Kreativität, Sportlichkeit und Wettbewerb miteinander vereinte.

 

Schön war auch, dass das Projektthema der Schule über unsere Umwelt so stark in den Köpfen der Kids verankert blieb, dass sie noch einmal an die Gäste appellierten, künftig Müll zu vermeiden, wo es geht. Auch gab es künstlerische Ideen, was aus ausgebrauchtem Verpackungsmüll und Altpapier alles erwachsen kann, wenn kreative Köpfe ihrem Schaffensgeist freien Lauf lassen. So entstanden beispielsweise schicke Sonnenhüte und flotte Cappys aus Papier, Spielzeugautos aus Plastik und alten CDs, ein Vorhang aus Flaschendeckeln und vieles mehr. Die Spendenkasse in Form eines geldschluckenden Fahrzeuges, das Moritz in Kooperation mit seinem Papa entwickelte und baute, kam gleich zum Einsatz und leistete wertvolle Dienste.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass es wieder ein überaus gelungenes und kurzweiliges Fest war, bei dem sich deutlich gezeigt hat, dass die Aidlinger Kernzeitbetreuung mehr ist, als nur eine Betreuung.

Oder sagen wir es mit den Worten der Kerni-Kinder, die Laura in der Eröffnungsrede so treffend wiedergab:

„Was hier möglich ist, zeigt uns, dass wir alle gleich wertvoll sind, dass wir alle mächtig stolz aufeinander sein können, dass wir im Team unschlagbar sind und mit Wertschätzung und Fairness ganz Großartiges schaffen können.

Und genau das ist es, was wir hier in unserer Kerni tagtäglich lernen. Danke, liebes Betreuerteam, dass ihr uns diese Chance jeden Tag gebt!“.

 

Mit Dankesreden an die Raiffeisenbank für die großzügige finanzielle Beteiligung an der neuen Mikrofonanlage für schulische Veranstaltungen, an die Eltern für die vielseitigen Essensspenden für das Kerni-Festbankett und für die gute und wertschätzende Zusammenarbeit zwischen Kerni-Team und Lehrerkollegium verabschiedeten sich die Betreuerinnen und Kerni-Kinder vom offiziellen Teil und luden zum gemütlichen Beisammensein auf dem Schulhof ein.

 

Sylvia Sautter